17.02.2021 - Über die Vernetzung mit Elternräten anderer Landkreise sind wir auf ein neuartiges Problem aufmerksam geworden, dass sogenannte Zoombombing.

Beim „Zoombombing“ verschaffen sich Unberechtigte Zugang zu Videokonferenzen und stören diese durch unsachliche Kommentare, Eingriffe in die Administration der Konferenz und auch durch das Teilen von unerwünschten, abstoßenden und zum Teil rechtswidrigen Inhalten wie Pornografie, Verherrlichung von Gewalt oder rassistischen und antisemitische Ansichten. Um dieses Problem zu minimieren, möchten wir ein paar Hinweise als Empfehlung für eine sicherere Videokonferenz geben. Grundlage hierfür ist ein Informationsbrief der Beauftragten für Jugendsachen der Polizeiinspektion Harburg. 

 Tipps und Hinweise für eine sichere Video-Konferenz  

Kennwort erforderlich

  • Erstellen Sie ein Kennwort für den Meeting- oder Webinar-Raum
  • Versenden Sie den Zugangslink und das Kennwort nur an Ihre Gäste, damit keine anderen ungeladenen Gäste Ihrer Videokonferenz betreten können
  • Versenden Sie das Kennwort in einer gesonderten E-Mail (erhöht die Sicherheit)
  • Bitten Sie Ihre Gäste, die Zugangsdaten nicht mit Dritten zu teilen   

Warteräume aktivieren

  • Ein Warteräume verhindert, dass Gäste automatisch einem Meeting beitreten sondern nur auf manuelle Zulassung des Gastgebers.
  • Der Gastgeber kann jeden Gast einzeln zulassen oder (nach Prüfung) alle auf einmal.

Bildschirmfreigabe deaktivieren

  • Nur der Gastgeber (Host) sollte seinen Bildschirm teilen dürfen. So wird verhindert, dass Gäste unerwünschte oder ablenkende Inhalte teilen.
  • Sollten Gäste Inhalte teilen können, sollte der Gastgeber das Teilen individuell anpassen können oder nur im Einzelfall aktivieren.

Privaten Chat deaktivieren

  • Der Gastgeber kann den Chat sperren, damit Gäste private Nachrichten in diesem Chat nicht austauschen können.
  • Gäste sollten aber weiterhin mit dem Gastgeber chatten können.

Teilnehmerverwaltung nutzen

  • Eine einfache und klare Struktur der Rollen bzw. der Rechteverwaltung ist sinnvoll
  • Sollte dennoch ein ungebetener Gast an Ihrer Videokonferenz teilnehmen, kann der Gastgeber diesen Gast entfernen.
  • Weitergehende Rechte-Verwaltung von Gästen (Stummschaltung, Video-Deaktivierung, ...) sind je nach Anbieter verschieden möglich.
  • Die Bedienung und der sichere Umgang sollte vor der Videokonferenz durch den Gastgeber durchgespielt und sichergestellt werden. 

Meeting sperren

  • Der Gastgeber kann je nach Anbieter den Meetingraum sperren, um zu verhindern, dass weitere Gäste dem Meeting beitreten können. 

Klarnamen-Pflicht

  • Vermeintliche Anonymität fördert abweichendes Verhalten und begünstigt eine ungewollte Entwicklung.

Schutz der Privatsphäre

  • Insbesondere das Verbot von nicht legitimierten Ton- oder Bildaufzeichnungen bei Videokonferenzen ist anzusprechen
  • Stellen Sie sicher, dass im Hintergrund keine persönlichen Gegenstände (wie zum Beispiel private Fotos) zu sehen sind.
  • Die Nutzung eines Headsets kann dazu beitragen, dass Inhalte ausschließlich den Empfänger erreichen und andere nicht ungewollt mithören.

Klare Regeln

  • Die Wiederholung von Grundregeln zu Beginn eines Videomeetings kann hilfreich sein.

Verhalten bei Verstößen

  • Das Anfertigen von Bildschirmfotos beispielsweise kann der Beweisaufnahme und somit der etwaigen Strafverfolgung nutzen. Der versierte Umgang mit den unterschiedlichen Endgeräten und Anwendungen sollte vorher geübt werden